Umgang mit Aggression bei Alzheimer-Patienten

Umgang mit Aggression bei Alzheimer-Patienten

Eine der größten Herausforderungen für diejenigen, die sich um ältere Eltern mit Alzheimer oder anderen Arten von Demenz kümmern, ist der Umgang mit Erregungs- und Aggressionsausbrüchen.

Methoden zur Bewältigung von Alzheimeraggression, wie z. B. das gezielte Umlenken der Aufmerksamkeit oder die Verabreichung von Medikamenten, können sicherlich helfen. Der Schlüssel zum Umgang mit Wut und Aggression liegt jedoch darin, die Ursache des Ausbruchs herauszufinden.

Umgang mit Aggression bei Alzheimer-Patienten

Fünf Faktoren, die zur Alzheimer-Aggression führen können

Kognitive Störungen

Manche Pflegekräfte überschätzen die Fähigkeiten ihres Pflegebedürftigen. Wenn der Betroffene eine Aufgabe erledigen soll und sie nicht schafft, kann es zu Aufregung und Frustration kommen. Pflegekräfte sollten sich den Fähigkeiten der Pflegebedürftigen entsprechend anpassen und die Besonderheit der Krankheit berücksichtigen. Die Fähigkeiten eines Demenzkranken werden im Laufe der Zeit weiter nachlassen, das heißt, Ihre Erwartungen und Ihre Methoden müssen ständig angepasst werden.

Psychologische Störungen

Etwa 40 Prozent der Betroffenen entwickeln aufgrund des neurochemischen Missverhältnisses im Gehirn Depressionen, wobei Angststörungen und Hirngespinste ebenfalls öfters auftreten. Sobald diese Störungen festgestellt und erkannt sind, werden Medikamente verschrieben, die bei den emotionalen und Verhaltens-Symptomen von Demenz nachweislich sehr hilfreich sind.

Umgang mit Aggression bei Alzheimer-Patienten

Körperliche Probleme

Wutausbrüche können auch mit körperlichen Problemen verbunden sein. Der Betroffene könnte Kopfschmerzen haben, sich müde fühlen oder an etwas Ernstem wie einer Harnwegsinfektion leiden. Das bedeutet, dass Sie als Pfleger-in sorgfältig darauf achten müssen: Das körperliche Wohlbefinden Ihres Angehörigen zu überwachen und selbst kleine Veränderungen in der Stimmung und im Verhalten zu bemerken. Bei körperlichen Problemen sind die Betroffenen unter Umständen nicht in der Lage, dies ihren Pflegenden oder sogar ihren Ärzten mitzuteilen. Sie zeigen dieses Unwohlbefinden auf eine andere Weise: mit einem Ausbruch oder Wutanfall.

Ihre Umgebung

Demenzkranke reagieren oft auch auf Beschwerden oder sogar Überforderungen, die mit ihrer Umgebung zusammenhängen. Zum Beispiel kann ein Raum zu kalt, zu laut oder zu überfüllt sein. Da sie nicht in der Lage sind, all diese Reize zu verarbeiten und/oder ihre Unruhe, Verwirrung, Angst oder Bedrängnis klar zu kommunizieren, können sie sich leicht aufstauen und zu einem emotionalen Ausbruch oder einem Anfall führen.

Verhaltensweisen der Pflegenden

Menschen mit Demenz reagieren auf das Verhalten ihrer Helferinnen und Helfer. Selbst wenn sie nicht in der Lage sind, ihre Bedürfnisse und Gefühle klar auszudrücken, können sie dennoch Ihre Gefühle aufgreifen. Der Versuch, sie zu drängen oder sie zu zwingen, etwas zu tun, was sie nicht tun können oder wollen, kann zu Unruhe führen.

Umgang mit Aggression bei Alzheimer-Patienten

Das Wichtigste: Bei der Pflege von Menschen mit Demenz ist Geduld für alle Beteiligten wichtig. Pflege bei Demenz ist harte Arbeit. Sobald die Verzweiflung zunimmt, sollten Sie den Rat erfahrener Pflegekräfte einholen, um damit umzugehen.

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